Cyberrisiken für Ihre Immobilienverwaltung minimieren
Rund die Hälfte aller Unternehmen war in den vergangenen fünf Jahren mindestens einmal von Cyberangriffen betroffen. Erfahren Sie mehr aus dem Bundeslagebild Cybercrime des BKA sowie aus Howdens Cyber-Report 2025 und wie Sie sich gezielt durch unsere Cyber-Versicherung schützen.
Erkenntnisse aus dem Bundeslagebild Cybercrime 2024 und Howdens Cyber-Report 2025

Im August 2025 hat sich die Gruppe DragonForce zu einer Ransomware-Attacke auf eine deutsche Hausverwaltung bekannt. Die Hacker wollen rund 100 GB an Daten erbeutet und diese auch veröffentlicht haben.
Die Bedrohungslage durch Cyberangriffe ist also real – und sie betrifft längst nicht mehr nur globale Großkonzerne. Auch Immobilienverwaltungen in Deutschland geraten offensichtlich ins Visier von Cyberkriminellen. Täglich werden laut BKA zwei bis drei schwere Ransomware-Angriffe gemeldet, die Unternehmen in ihrer Existenz bedrohen können.
Die fortschreitende Digitalisierung macht auch Immobilienverwaltungen angreifbar: Software, Cloud-Lösungen und Schnittstellen zu Dienstleistern können mögliche Einfallstore für Angreifer darstellen. Gerade kleine und mittlere Unternehmen sind sich dieser Gefahr mitunter nicht bewusst.
Es herrscht oft die trügerische Annahme, „zu uninteressant“ für Hacker zu sein. Die Realität zeigt das Gegenteil: Geringere Ressourcen und teils anfälligere IT-Strukturen machen auch sie zu attraktiven Zielen.
Die aktuellen Erhebungen des BKA und von Howden veranschaulichen die konkreten Cyberrisiken.
Bundeslagebild Cybercrime des BKA: Die derzeitige Bedrohungslage

Das Bundeskriminalamt (BKA) dokumentiert im Bundeslagebild Cybercrime 2024 eine anhaltend hohe Bedrohungslage. Demnach wurden 131.391 Cybercrime-Fälle in Deutschland verübt. Hinzu kommen 201.877 Auslandstaten. Die Aufklärungsquote allein fürs Inland liegt mit 32 Prozent deutlich unter der der gesamten Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) von 58 Prozent.
Hohe Dunkelziffer bei Cyberschäden: Das BKA beziffert die tatsächlichen jährlichen Schäden in Deutschland auf über 203 Milliarden Euro. Die Höhe der gemeldeten Schäden liegt jedoch nur bei einem Bruchteil dieser Summe. Betroffene Unternehmen teilen Schäden aus Angst vor Image- und Vertrauensverlust in der Regel nicht mit.
BKA: Wie Sie angegriffen werden
Ransomware bleibt laut Bundeskriminalamt die vorherrschende Online-Bedrohung: 2024 wurden landesweit 950 schwere Angriffe dieser Art offiziell angezeigt. Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) machen rund 80 Prozent der geschädigten Firmen aus. Trojaner dringen hierbei in Betriebsnetzwerke ein, verschlüsseln Daten und fordern Lösegeld für deren Freigabe. Bei der Anzahl der Ransomware-Fälle landet Deutschland im internationalen Vergleich auf dem vierten Platz.
Phishing und KI-gestützte Angriffe: Phishing bleibt ein relevanter Eintrittsfaktor. 2024 fielen besonders Kampagnen mittels Smishing (Phishing per SMS) auf. Der Einsatz von Künstlicher Intelligenz macht Phishing-Nachrichten sprachlich professioneller und persönlicher, wodurch sie schwerer zu erkennen sind. Zwei mögliche Folgen dieser gefälschten Mitteilungen: Datendiebstahl und Geldverlust.
Hacktivistische DDoS-Angriffe auf Deutschland nehmen im Kontext geopolitischer Entwicklungen weiter zu. Bei einem sogenannten „Distributed Denial of Service“ werden Ziele wie Server oder Webseiten mit Anfragen geflutet und somit überlastet.
Die Täterstrukturen professionalisieren sich: Das Geschäftsmodell „Cybercrime-as-a-Service" bietet illegale Dienstleistungen in industriellem Maßstab an. Kriminelle agieren dabei meist aus dem Ausland, häufig aus sogenannten „Safe Havens". Dies sind Staaten, die kaum mit westlichen Strafverfolgungsbehörden kooperieren.
Spezifische Risiken für Immobilienverwaltungen
Was bedeuten die aktuellen BKA-Zahlen nun für Immobilienverwaltungen? Denn diese arbeiten mit vielen sensiblen Daten. Neben dem Ransomware-Fall durch die Hackergruppe DragonForce veranschaulichen diese drei typischen Szenarien die konkreten Branchen-Risiken:
1. Datenverschlüsselung
Schadsoftware kann über E-Mails eindringen und wichtige Dateien (von Mietern o. Ä.) verschlüsseln – Zugriff unmöglich. Die Arbeit Ihrer Immobilienverwaltung könnte damit bis auf Weiteres vollständig stillliegen. Die Daten könnten zudem veröffentlicht werden („Double-Extortion“-Angriff). Ihr scheinbar einziger Ausweg: Die Zahlung der Forderungen in Bitcoin oder anderen Kryptowährungen.
2. Spam-Versand nach erfolgreichen Hackerangriffen
Ein Mitarbeiter öffnet unbeabsichtigt den Anhang einer infizierten E-Mail mit einem Trojaner. Die im Hintergrund installierte Schadsoftware könnte daraufhin massenhaft unerwünschte Nachrichten im Namen Ihrer Immobilienverwaltung versenden.
3. Hardware-Diebstahl
Die Entwendung eines oder mehrerer beruflicher Geräte kann zu erheblichen Datenschutzverletzungen führen. Das Vertrauen in die betroffenen Personen und die Verwaltung wäre beschädigt.
Howdens Cyber-Report 2025: Erkenntnisse für Immobilienverwaltungen
Die nationale Bedrohungslage spiegelt sich auch in länderübergreifenden Erhebungen wider. Die Zahlen aus Howdens Cyber-Report 2025 verdeutlichen die Dringlichkeit:
Im Jahr 2024 verursachten Cyberattacken in Deutschland demnach Schäden von 178,6 Milliarden Euro – ein Anstieg um 30,4 Milliarden Euro gegenüber dem Vorjahr. Europaweit entstanden in den vier größten Volkswirtschaften Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien zwischen 2020 und 2025 Kosten von 307 Milliarden Euro durch Cyberangriffe.

Knapp die Hälfte (49 Prozent) aller Unternehmen in diesen Ländern war in den vergangenen fünf Jahren mindestens einmal von Cyberangriffen betroffen. Auf einen ähnlichen Wert kam auch Grant Thornton 2023 in einer Branchen-Umfrage. Laut dieser Wirtschaftsprüfungsgesellschaft waren 45 Prozent der Immobilienunternehmen in Deutschland in den zwölf Monaten zuvor Opfer mindestens einer Cyberattacke.
Besonders bedenklich: Howdens Cyber-Report 2025 zufolge sind über 70 Prozent der befragten Unternehmen hierzulande nicht gegen Cyberrisiken versichert – eine gefährliche Schutzlücke.
Dabei könnten zwei Drittel der Gesamtschäden durch Cyber-Versicherungen und grundlegende Sicherheitsmaßnahmen vermieden werden (siehe unten). Die Einsparpotenziale übersteigen deren Kosten somit deutlich.
Dieser Return on Investment (ROI) resultiert aus effektiverem Risikomanagement. Versicherte Unternehmen profitieren von schnellerer Wiederherstellung nach Angriffen und spürbarer Begrenzung finanzieller Schäden.
Die größte Kostensenkung entsteht durch weniger gravierende Schäden (112 Milliarden Euro). Weitere Einsparungen (92 Milliarden Euro) kommen durch reduzierte Angriffshäufigkeit zustande. Das bedeutet auch für Immobilienverwaltungen: Versicherte Unternehmen erleiden geringere Kosten nach einem Cyberangriff.
Die Marktbedingungen sind günstig: Die Prämien für Cyber-Versicherungen sind seit 2022 weltweit um 22 Prozent gesunken und damit attraktiver geworden.
Karl-Heinz Holz, CEO von Howden Deutschland, betont:
Cyberrisiken sind längst kein Randthema mehr, sondern betreffen jede Branche und jede Unternehmensgröße. Für die deutsche Wirtschaft bedeutet das: Ohne gezieltes Risikomanagement drohen nicht nur hohe Kosten, sondern auch erhebliche Reputationsschäden.
Peter Pillath, Director Cyber bei Howden Deutschland, ergänzt:
Cyberangriffe sind keine Zukunftsmusik, sie passieren heute und jeden Tag. Die Frage ist nicht, ob ein Unternehmen betroffen sein wird, sondern wann – und wie gut es darauf vorbereitet ist. Viele Unternehmen investieren zwar in IT-Sicherheit, doch ohne begleitende Cyber-Versicherung bleibt ein erheblicher Teil des Risikos ungeschützt. Die Cyber-Versicherung ist hier der Hebel, um den Schaden im Ernstfall wirklich beherrschbar zu machen.
Howdens Cyber-Versicherungslösung für Immobilienverwaltungen
Howden bietet Verwaltungen ein umfassendes Schutzkonzept. Denn auch in der Immobilienwirtschaft führt am Einsatz digitaler Instrumente kein Weg mehr vorbei.
Wir minimieren Ihre Risiken, die aus der Integration neuer Lösungen in die IT-Landschaft entstehen. Damit halten wir für die zunehmende Gefahr von Cyberangriffen nicht nur Absicherungskonzepte für Eigen- und Drittschäden bereit, sondern organisieren auch das Krisenmanagement.
Unsere Cyber-Versicherung deckt individuell kombinierbare Bausteine ab:
Eigenschäden
- Wiederherstellung, Wiederbeschaffung und Wiedereingabe von Daten und Programmen
- Betriebsunterbrechungen und Mehrkosten für IT und Telekommunikation
- Computerbetrug (Manipulation, Passwort- und Identitätsdiebstahl, Phishing, Pharming)
Kosten für Dienstleister
- IT- und Forensik-Dienstleistungen zur Ermittlung von Ursache und Umfang des Schadens
- Kosten für Krisenmanagement, Benachrichtigungskosten und Reputationsmaßnahmen
- Abwehrkosten und Krisenberatung bei Cyber-Bedrohungen und -Erpressung sowie Übernahme von Erpressungs- und Lösegeldern
- Cyber-Strafrechtsschutz bei Vorwurf einer Straftat
Drittschäden
- Schäden durch unbeabsichtigte Weitergabe von Schadsoftware (Viren, Trojaner, usw.)
- Vertragsstrafen bei Veröffentlichung vertraulicher Daten sowie Nichteinhaltung von Vereinbarungen aufgrund eines Cyberangriffs
- Schäden durch unerlaubte Medienaktivitäten (z. B. bei gehackten Websites und Social-Media-Kanälen)
Im Schadenfall läuft der Prozess so ab: Wenden Sie sich bitte umgehend an die mitgeteilte Notrufnummer. Ein Expertenteam übernimmt per Fernzugriff oder vor Ort die Abwehr und stellt, soweit möglich, verlorene Daten wieder her. Sollten weitere Spezialisten für Krisenmanagement und Reputationsmaßnahmen benötigt werden, werden diese hinzugezogen.
Zusätzlich steht eine mitversicherte Rechtsberatung zur Verfügung. Auch spätere Kosten für Anwälte und Verfahren sind abgedeckt. Die Attacke wurde erfolgreich abgewehrt. Die Cyber-Versicherung übernimmt die Kosten.
Fünf Handlungsempfehlungen für Ihre Immobilienverwaltung
Als Teil der Prävention eignen sich folgende fünf Handlungsempfehlungen für Ihre Immobilienverwaltung:
- Mitarbeiter schulen: Eine große Schwachstelle ist meist der Mensch. Regelmäßige Fortbildungen stärken die Online- und Software-Kompetenzen Ihrer Mitarbeitenden. So sensibilisieren Sie Ihr Team für Phishing-Mails, Social Engineering usw.
- Sichere Schnittstellen nutzen: Setzen Sie ausschließlich auf zertifizierte Lösungen für den sicheren Datenaustausch. Technische Insellösungen erhöhen das Cyberrisiko hingegen.
- Cyber-Versicherung abschließen: Eine Cyber-Versicherung ist heutzutage ein unerlässlicher Bestandteil der Absicherung für Immobilienverwaltungen. Auch angesichts eines ROI von 19 Prozent ist der Abschluss wirtschaftlich sinnvoll. Schützen Sie Ihr Unternehmen vor existenzbedrohenden Schäden und fordern Sie ein Angebot von Howden an!
- Notfallstrategie ausarbeiten: Ihr Krisenplan sollte Backups, Verantwortlichkeiten und Kommunikationsmaßnahmen vorsehen, die alle Mitarbeitenden kennen.
- Grundlegende Sicherheitsmaßnahmen umsetzen: Endpunktschutz und regelmäßige Updates sind zwei Mindestanforderungen. Versicherer fordern dafür eindeutige Belege. Diese Basismaßnahmen bilden die Voraussetzung für einen umfassenden Versicherungsschutz.
Fazit: Handeln statt abzuwarten
Die Digitalisierung von Immobilienverwaltungen ist unumkehrbar und damit auch die wachsende Bedrohung durch Cyberangriffe. Das Bundeslagebild Cybercrime 2024 des BKA und Howdens Cyber-Report 2025 belegen übereinstimmend, dass Vorbereitungen für den Ernstfall nötig sind. Gleichzeitig zeigen die Analysen, dass sich viele Cyberrisiken durch eine Versicherung minimieren lassen.
Mit einer starken Kapitalrendite und gesunkenen Prämien bietet der aktuelle Markt günstige Bedingungen für den Abschluss einer Cyber-Versicherung. Howden unterstützt Ihre Immobilienverwaltung von der Prävention über das Krisenmanagement bis zur Wiederherstellung nach einem Angriff.
Sprechen Sie uns noch heute an. Wir unterstützen Sie gern bei der Entwicklung eines individuellen Cyber-Schutzkonzepts.
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